PRIMUS-Schulversuch hat sich bewährt und muss bildungspolitische Konsequenzen haben!
Zur Veröffentlichung des Abschlussberichtes zum PRIMUS-Schulversuch hat unser Bündnis am 24.01.2025 folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
Zur Veröffentlichung des Abschlussberichtes zum PRIMUS-Schulversuch hat unser Bündnis am 24.01.2025 folgende Pressemitteilung veröffentlicht:
Der am 18. Dezember 2024 veröffentlichte Bildungsbericht Ruhr 2024 legt alarmierende Mängel bei den Leistungen der Schulen im Ruhrgebiet offen. Zukunftsfähige Antworten auf die Problemlage bleibt der Bericht aber schuldig.
Am 9. Juni ist Ingrid Birkmann verstorben. Sie begann ihre Tätigkeit als Lehrerin an einem Dortmunder Gymnasium. 1986 gelang ihr die Versetzung an die Dortmunder Gesamtschule Gartenstadt. Dort wurde sie 1987 Didaktische Leiterin und 1991 Schulleiterin. In einem Interview sagte sie über ihre berufliche Motivation: „Als Lehrerin ging es mir immer primär um die Schülerinnen und Schüler, weniger um Arbeitsplatz und ähnliche Sorgen.“ Sie engagierte sich in der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG), auch im Vorstand der GGG NRW.
Das Schulministerium NRW ist mit seiner Entscheidung zur Zukunft der PRIMUS-Schulen im September 2024 vorgeprescht – ohne die im Juli bereits vorliegende Zusammenfassung über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung zum PRIMUS-Schulversuch zu veröffentlichen.
Mehr Bildungsgerechtigkeit in NRW: Weitere PRIMUS-Schulen von Kl. 1-10 schulrechtlich ermöglichen!
Das NRW-Bündnis Eine Schule für alle hat eine online-Petition gestartet. Darin wird die Schulministerin Frau Feller und der Landtag von NRW aufgefordert, die Errichtung weiterer PRIMUS-Schulen schulrechtlich zu ermöglichen.
Die Soziologen Esser und Seuring behaupten mit ihrer Studie, dass strikte Leistungsdifferenzierung im Übergang von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen die soziale Ungleichheit nicht verschärft, sondern über kognitive Homogenisierung für bessere Leistungen und mehr Leistungsgerechtigkeit sorgt.
Das NRW-Bündnis Eine Schule für alle hat eine Online-Petition an den Landtag NRW gerichtet. Darin wird begründet gefordert, warum das Land NRW die Gründung weiterer PRIMUS-Schulen ermöglichen soll!
Bitte zeichnet diese Petition mit diesem Link:
Kurze Info zum PRIMUS-Schulversuch: Zum Schuljahr 2013/14 startete PRIMUS im NRW, als Schulversuch zum gemeinsamen Lernen von Klasse 1 bis 10, ohne Bruch nach Klasse 4. PRIMUS, als Zusammenschluss von Primarstufe und Sekundarstufe I, soll erforschen, welche Auswirkungen das längere gemeinsame Lernen auf das Lernverhalten, die Leistungsentwicklung und das Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler hat. Die wissenschaftliche Begleiung hat dazu fortlaufend positive Ergebnisse dokumentiert.
Eine Hamburger Schulstudie forderte bereits 2018 dazu auf, die sonderpädagogische Ausrichtung der inklusiven Bildung in Schulen aufzugeben. Sie zeigt auch, dass die Empfehlungen eines aktuellen Gutachtens zum sonderpädagogischen Feststellungsverfahren in NRW in die falsche Richtung weisen.