Auf gutem Weg zur Inklusion?

Staatssekretärin des BM für Arbeit und Soziales zum Staatenbericht
un symbol

In einer Stellungnahme, veröffentlicht auf kobinet-nachrichten.org, erklärt Gabriele Lösekrug-Möller, dass der Staatenbericht des UN-Fachausschusses zeige, dass sich Deutschland auf einem guten Weg in Richtung Inklusion befinde. Der Ausschuss habe die hochkarätige Besetzung der deutschen Delegation hervorgehoben und als positive Punkte den Nationalen Aktionsplan sowie die Funktion der Bundesbeauftragten für Behinderte genannt. Weiterlesen »

Abschluss ohne Anschluss

Hauptschulabschlüsse haben nur geringe Chancen auf dem Ausbildungsmarkt
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Der DGB weist darauf hin, dass HauptschülerInnen nur eine geringe Chance haben, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Eine Studie weist nach, dass 2/3 aller Ausbildungen nur mit mittlerem Bildungsabschluss oder gar Abitur zu beginnen sind. HauptschülerInnen können sich darauf gar nicht bewerben. Auf der Homepage des DGB (http://www.dgb.de/themen/++co++56c2e0a8-e145-11e4-961d-52540023ef1a) heißt es: "Auch im gewerblich-technischen Bereich haben Jugendliche mit Hauptschulabschluss schlechte Chancen. Weiterlesen »

Zwei Bücher - ein Ergebnis:

Soziale Ungerechtigkeit in Deutschland

In einer Rezension zweier Bücher zum Thema Soziale Ungerechtigkeit in Deutschland kommt Alex Rühe in der Süddeutschen Zeitung (http://www.sueddeutsche.de/kultur/reich-und-arm-willkommen-in-der-staend...) zu dem Ergebnis, dass die soziale Schieflage in dieser Gesellschaft sich in den letzten Jahren verstärkt hat.
Bezüglich der ungleichen Lebenschancen im Bildungssystem schreibt Rühe:"Unbezahlte Praktika sind ein unsichtbarer Selektionsmechanismus, man muss sie sich nämlich leisten können. Und eine Studie der Universität Paderborn belegt, dass Studierende aus einfachen Verhältnissen heute kaum eine Chance haben, Karriere an der Uni zu machen: Da man anfangs nur schlecht bezahlte Zeitverträge im Mittelbau bekommt, braucht es jahrelange ideelle und finanzielle Unterstützung durch die Familie."

Marco Maurer: Du bleibst, was du bist - Warum bei uns immer noch die soziale Herkunft entscheidet", Droemer
Julia Friedrichs: Wir Erben, Berlin Verlag Weiterlesen »

Was ist problematisch an der Zweigliedrigkeit?

Zu Risiken und Nebenwirkungen der Zweigliedrigkeit am Beispiel von Österreich
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In seiner Pressemitteilung vom 4. März 2015 warnte der Deutsche Lehrerverband die Kultusminister vor den negativen Folgen, die sich aus der Einführung von Gesamt-und Gemeinschaftsschulen ergäben. Als Begründung verwies er auf den jüngst veröffentlichten österreichischen Evaluationsbericht, der die Wirkungen der Neuen Mittelschule (NMS) wissenschaftlich untersucht hat. Diese wurde 2008 als Schulversuch eingeführt, hat seit 2012 den Status der Regelschule und soll ab 2015/16 alle Hauptschulen in Österreich ersetzen. Weiterlesen »

Neubewertung der sonderpädagogischen Geschichte?

Wissenschaftliche Forschung widerlegt Geschichtskonstruktionen der Sonderpädagogik

Dagmar Hänsel, ehemalige Professorin für Schulpädagogik an der Universität Bielefeld, hat aktuell eine auf umfangreiche Quellenforschung basierende, inhaltlich hochbrisante Arbeit unter dem Titel "Sonderschullehrerausbildung im Nationalsozialismus" veröffentlicht.
Sie liefert damit die gesicherte wissenschaftliche Grundlage für eine Neubewertung sowohl der sonderpädagogischen Geschichte als auch der Geschichtsschreibung durch die Sonderpädagogik. Daraus lassen sich auch für die Gegenwart unabweisbare bildungspolitische Fragen zur Rolle der Sonderpädagogik ableiten. Weiterlesen »

Inklu.....was?

Interview mit Brigitte Schumann auf den Nachdenkseiten

Jens Wernicke von den NachDenkSeiten sprach zum Thema Inklusion mit Brigitte Schumann, die als ehemalige NRW-Landtagsabgeordnete inzwischen als Bildungsjournalistin mit Schwerpunkt Inklusion tätig ist. Weiterlesen »

Das Gymnasium ist "entzaubert", aber alternativlos für Eltern der "sozialen Mitte"

Eine sozialwissenschaftliche Studie zu "Wahrnehmungen und Erfahrungen im Schulalltag von Eltern und Lehrern" gibt wichtige Hinweise zum Schulwahlverhalten von Eltern. Sie gibt auch Aufschluss darüber, was Eltern der "sozialen Mitte" antreibt, sich für die Rückkehr zu G9 vehement einzusetzen, und welchen Stellenwert die Inklusion für sie hat.

Untersuchungsauftrag und Durchführung der Studie Weiterlesen »

Ungleiches ungleich behandeln

Ein Gebot der Gerechtigkeit: Ressourcensteuerung für Bildungseinrichtungen nach Sozialindex

 Die Forderung, Schulen und Bildungseinrichtungen bei der Zuweisung der personellen und sächlichen Ausstattung ungleich zu behandeln, ist keineswegs revolutionär. Hamburg hat als erstes Bundesland schon 1996 mit der Einführung eines schulbezogenen Sozialindex darauf reagiert. Aber bundesweit hapert es noch sehr mit einer adäquaten Umsetzung. Weiterlesen »

"Rettet die Inklusion!"

Die Separationsquote ist der eigentliche Lackmustest für den Fortschritt der Inklusion

Der Inklusionsforscher Hans Wocken hat die schulische Inklusionsentwicklung in Bayern und Deutschland gründlich analysiert. Sein Ergebnis lautet: Die Inklusion geht an den Kindern mit Behinderungen in den Sonderschulen vorbei. Für ihn sind sie die Verlierer der Inklusion. Während der Anteil der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den allgemeinen Schulen in allen Bundesländern einen wahren Boom erlebt, bleiben die Separationsquoten der Schülerinnen und Schüler in den Sonderschulen dennoch stabil. Prof. Weiterlesen »

20 Jahre Salamanca-Erklärung der UNESCO, aber die Umsetzung in Deutschland lässt auf sich warten.

unesco

Vor zwanzig Jahren haben Vertreter von 92 Regierungen und 25 internationalen Organisationen auf der Weltkonferenz der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) vom 7. - 10. Juni in Salamanca (Spanien) die gleichnamige Erklärung zusammen mit dem „Aktionsrahmen zur Pädagogik für besondere Bedürfnisse“ verabschiedet. Auch wenn es sich dabei nur um eine menschenrechtliche Empfehlung an die internationale Staatengemeinschaft ohne Rechtsverbindlichkeit handelt, so bezeichnet die Deutsche UNESCO –Kommission die Erklärung doch völlig zu Recht „als Meilenstein auf dem Weg zur Verankerung inklusiver Bildung“. Angesichts der herausragenden und wegweisenden Bedeutung dieses internationalen Dokuments, das auch von Deutschland mitgetragen wurde, drängt sich die Frage auf, was die Bildungspolitik und die Deutsche UNESCO-Kommission bis heute getan haben, um das Konzept der inklusiven Bildung in Deutschland gesellschaftlich zu verbreiten, zu verankern und umzusetzen.


Eine Schule für alle - auch für Kinder mit besonderen Bedürfnissen

Die Salamanca Erklärung der UNESCO bekräftigt das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte schon 1948 verankerte Recht eines jeden Menschen auf hochwertige Bildung. Um dieses Recht für alle unabhängig von individuellen Unterschieden zu sichern, empfiehlt die UNESCO in ihrer Erklärung das Konzept für inklusive Bildung und erläutert es eingehend in dem Aktionsrahmen. Weiterlesen »

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