Muslimischer Junge von katholischer Bekenntnis-Grundschule in Paderborn abgelehnt

Landesregierung will Aufnahmekriterien verändern

Weil die Eltern eines muslimischen Jungen nicht unterschreiben wollten, dass ihr Kind am katholischen Religionsunterricht der nächstgelegenen Grundschule teilnehmen werde, wurde diesem die Aufnahme in die Schule, in die auch seine FreundInnen aus dem Kindergarten gehen werden, verweigert. Grundlage: die in der Verfassung von NRW enthaltene Differenzierung zwischen Gemeinschaftsgrundschulen und Bekenntnisgrundschulen. 15 der 24 Grundschulen in Paderborn sind katholisch. Die schulpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Sigrid Beer, selbst in Paderborn lebend, will sich nun für pragmatische gesetzliche Regelungen einsetzen, die solche Exklusionsfälle verhindern. Eine Verfassungsänderung hält sie jedoch nicht für nötig! Hier der Artikel zu diesem Fall, den die Neue Westfälische Zeitung veröffentlichte.