InklusionsforscherInnen kritisieren das Unterlaufen der Intention und des Rechtsanspruchs auf Inklusion durch Bund und Länder

25. Jahrestagung der Integrations/Inklusionsforschung an der Uni Bremen
uni bremen

Ende Februar fand die 25. Jahrestagung der Integrations-/InklusionsforscherInnen am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Uni Bremen unter inhaltlicher Leitung von Prof. Dr. Susanne Seitz statt. Die TeilnehmerInnen der Integrations-/InklusionsforscherInnen-Tagung sehen die Entwicklungen bei der Umsetzung der UN-Konvention in den letzten 2 Jahren mit Sorge.

Sie befürchten unter anderem eine Entwertung und Verwässerung des Inklusionsbegriffs und fordern deshalb unter anderem: 

"1. die eindeutige Orientierung der Umsetzung von Artikel 24 am
Bezugsrahmen der UN-Konvention (UNESCO Salamanca 1994, Leitlinien für die Bildungspolitik 2010)
die Umsetzung des unteilbaren Rechts auf gemeinsames Lernen ALLER  Kinder und die Gewährleistung eines inklusiven Bildungssystem auf  allen Ebenen (von der frühkindlichen Erziehung und Bildung in Kinderkrippenund –Kindertagesstätten bis zur beruflichen und 
akademischen Bildung einschließlich Weiterbildung)
und

2. die Sicherstellung der Zielperspektive „Eine Schule für alle“ über eine
terminierte Handlungsplanung (progressive Realisierung - Inklusionsplan)."

Dabei solle das Konzept "Eine Schule für alle" über die Weiterentwicklung der Schulformen, die in 'Richtung eines inklusiven Schulsystems gehen, realisiert werden. Die TeilnehmerInnen wollen den Prozess der Umsetzung der UN-Konvention forschend begleiten und weisen darauf hin, dass die Konzepte des gemeinsamen Lernens seit Jahrzehnten bereitstehen. Es gehe jetzt um eine umgehende Realisierung!