DGB fordert Abkehr vom separierenden Schulsystem

Positionspapier zu guten inklusiven Schulen
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Unter dem Titel "Gemeinsam statt getrennt - gewerkschaftliche Kriterien für die Entwicklung inklusiver Schulen" hat sich der DGB in die öffentliche Debatte über die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention mit einem Beschluss vom Januar 2015 eingemischt. Darin fordert der Dachverband der deutschen Einzelgewerkschaften klar eine Veränderung von einem separierenden zu einem inklusiven Schulsystem. Im Text heißt es: "Alle Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben das Recht auf den Besuch einer Regelschule. Kein Kind darf
aufgrund einer Behinderung auf eine Förderschule überwiesen werden. Dieses Recht darf aber nicht nur für Kinder und Jugendliche mit Behinderung nach der UN-Behindertenrechtskonvention gelten, sondern muss für alle Gültigkeit haben. Alle Kinder und Jugendlichen müssen an der wohnortnahen Schule ihrer Wahl lernen dürfen und ausgehend von ihren individuellen Fähigkeiten bestmöglich gefördert werden. Schüler/innen in Problemlagen
bzw. erschwerten familiären Bedingungen müssen stärkende Unterstützungs- und Förderangebote erhalten, die es ihnen ermöglichen, den Unterricht erfolgreich zu bestreiten. Schüler/innen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung ist zu den sonderpädagogischen Unterstützungsangeboten ein adäquater Nachteilsausgleich zu gewähren, damit sie bestmöglich ihre Fähigkeiten und Kenntnisse nachweisen können. Dies bedeu-
tet, die Lernumgebung sowie die Lern- und Lehrmittel barrierefrei zu gestalten." Deutschland habe sich zu einer inklusiven Schule verpflichtet, die keine Einteilung der Schüler/innen nach ihren Merkmalen oder Schwächen vornehmen soll, sondern sich an den Stärken orientiert und alle willkommen heißt.

Der Beschluss als pdf-Datei: