Die konservative Schulpolitik in NRW wird neoliberalisiert

Die FDP hat der schulpolitischen Koalitionsvereinbarung mit der CDU deutlich ihre neoliberale Handschrift aufgedrückt.

Die schulstruktur-konservative CDU wird erkennbar an ihrem Bekenntnis zur „Schulvielfalt“ und versucht, ihr Lieblingskind, die Hauptschule, zu reanimieren. Mit der menschenrechtlichen Verpflichtung, ein inklusives Schulsystem zu entwickeln, hat das alles nichts zu tun.

Die Neoliberalisierung des Bildungsbegriffs

Das Kapitel Schule in der Koalitionsvereinbarung unter der Überschrift „Land des Aufstiegs durch Bildung“, ein eher für die abgewählte SPD typischer Slogan, beginnt mit dem Bekenntnis zu leistungsfähigen Schulen, „weil auch die Herausforderungen, denen sich junge Menschen im (Berufs-)Leben stellen müssen, kontinuierlich wachsen. Weiterlesen »

NRW- Koalition muss sich am Menschenrecht auf inklusive Bildung aller Lernenden orientieren und das gegliederte Schulsystem Schritt für Schritt überwinden.

Pressemitteilung des NRW-Bündnis

Scharfe Kritik an den schulpolitischen Absichten der NRW-Koalition kommt vom landesweiten „Bündnis Eine Schule für alle“. Dazu Sprecherin Uta Kumar (Bielefeld): „Die im Koalitionsvertrag beschriebenen Maßnahmen zur Inklusion erfüllen den Rechtsanspruch auf inklusive Bildung aller Lernenden nicht, denn sie beziehen sich ausschließlich auf Menschen mit Behinderungen.“ Weiterlesen »

Deutschland braucht einen Neustart für Inklusion

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Die amtliche Übersetzung der Allgemeinen Bemerkung Nr. 4 zum Recht auf inklusive Bildung liegt endlich vor. Sie dokumentiert die erheblichen Diskrepanzen zwischen dem Menschenrechtsmodell der Vereinten Nationen und den Modellen, die in den Bundesländern bildungspolitisch als Inklusion ausgegeben werden.

Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD) hatte am 2. 9. 2016 in Genf die Allgemeinen Bemerkungen zu Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention als Leitlinie für die Auslegung und Umsetzung von inklusiver Bildung in englischer Sprache vorgelegt. Weiterlesen »

Die Privatisierung des Bildungswesens ist ein Irrweg

Länder, die die Ziele der neoliberalen Bildungsreform übernommen haben, ernten laut Studien schlechtere Leistungen, soziale Segregation und Ungleichheit. Das sollte der deutschen Bildungspolitik eine Warnung vor falschen bildungsökonomischen Versprechungen sein. In der englischsprachigen Buchveröffentlichung „Global Education Reform“ (2016) präsentiert eine internationale Wissenschaftlergruppe die Ergebnisse ihrer vergleichenden Fallstudien über Finnland und Schweden, Chile und Kuba, Kanada und die USA. Die Autoren legen die theoretischen Wurzeln der neoliberalen Bildungsreform frei, die von dem US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Milton Friedman in den 1970er und 1980er Jahren intensiv verbreitet wurde. Weiterlesen »

WIR SIND MEHR WERT! Kostenlose Bildung für alle

Demonstration der Landesschüler_innenvertretung am 6.5. in Düsseldorf
lsv demo

Die Landeschüler_innenvertretung ruft am 6.5. zu einer Demonstration in Düsseldorf auf. Im Aufruf heißt es: "Der Wert der Bildung ist unermesslich, darüber braucht man angeblich nicht zu streiten. Man sollte also meinen, für ein so hohes Gut werden weder Kosten und noch Mühen gescheut. Aber die Realität sieht anders aus: Täglich sind die Schüler*innen mit den Folgen und Problemen der chronischen Unterfinanzierung des Schulsystems konfrontiert. Für eine zukunftsfähige, gut ausgebildete Jugend sollten sich alle Menschen engagieren: Deshalb ruft die LSV NRW alle Bürger*innen in NRW auf, sich an der Demonstration kurz vor der Landtagswahl in NRW zu beteiligen und ein Zeichen für die zukünftige Bildungspolitik zu setzen! Zur Beseitigung der vielfältig beschriebenen und ermittelten Mängel fordert die LSV NRW: Flächendeckende und nachhaltig höhere Investitionen in Schulen Beseitigung des (strukturell bedingten) Lehrermangels Großangelegte Sanierungen und die Beseitigung baulicher Mängel auf Schulhöfen, in Turnhallen, Aulen und Schulgebäuden Unbefristete Finanzierung der Schulsozialarbeit und dem tatsächlichen Bedarf angemessene Stellen Kostenloses, gesundes Essen für alle; entsprechende Räumlichkeiten in der Schule und eine angemessene Zeit im Stundenplan Kostenfreies NRW-weites Schüler*innenticket für den öffentlichen Nahverkehr Modernisierung der im Unterricht verwendeten technischen Mittel Räumliche, architektonische Anpassung der Schule auf den ganztägigen Schultag für eine Schule, die nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort ist" Nähere Infos unter http://lsvnrw.de Weiterlesen »

Sekundarschule - Schule der Zukunft?

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Seit die Landesregierung in NRW 2011 die Schulform Sekundarschule entwickelte, gab es von unterschiedlicher Seite den Einwand, dass nur eine Schule mit Abiturangebot zukunftsfähig sei, weil die meisten Eltern dieses für ihre Kinder attraktiv finden würden. In Bielefeldversuchen Politik und Verwaltung seit 2013 städtische Haupt- und Realschulen in Sekundarschulen umzuwandeln. Zum Schuljahr 2018/ 19 sollen nun eine Hauptschule und eine Realschule zu Sekundarschulen werden. Braucht Bielefeld, brauchen Städte in NRW im Sek I- Bereich Sekundarschulen? Können diese Teil einer sinnvollen Schulentwicklung sein? Was sagen Eltern und Kinder? Marc Mulia vom Institut für Erziehungswissenschaft an derRuhr-Universität Bochum/ AG Schulforschung, hat die Entwicklung der Sekundarschule wissenschaftlich untersucht. Danach haben Sekundarschulen in Großstädten keine Perspektive. Marc Mulia wird die Ergebnisse seiner Studie vorstellen: Donnerstag, 11.Mai 2017, 19:00 Uhr Begegnungszentrum Prießallee, Prießallee 34 Weiterlesen »

Mittendrin e.V. Kongress 2017

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Vom 8. bis zum 10. September 2017 lädt Mittendrin e.V. zum dritten Kongress ein: "Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir!" an der Universität zu Köln. Der Kongresse ist als Treffpunkt für Lehrer*innen, Eltern, Verwaltungsfachleute und Betroffene zum Thema Inklusion gedacht. Auch dieses Mal wird es im Themenschwerpunkt "Schule" um konkrete Beispiele und Methoden guten gemeinsamen Lernens gehen. Der Leitspruch lautet: Man kann nicht sagen, dass etwas nicht geht, wenn Andere es tun und man sieht, dass es geht. Weiterlesen »

Ehemaliger Sonderschüler verklagt das Land NRW

nrw

Weil eine Sonderschule in Köln ihn als „geistig behindert“ einstufte und einen Schulortwechsel verweigerte, hat ein ehemaliger Sonderschüler NRW auf Schadensersatz und Schmerzensgeld wegen Amtspflichtverletzung von Sonderpädagogen des Landes verklagt. Das Kölner Landgericht hat am 7.3.2017 den Prozess eröffnet und wird ihn fortsetzen. Weiterlesen »

Die Gesamtschulstiftung fordert Inklusion an allen Schulformen

Die Gesamtschulstiftung fordert Inklusion an allen Schulformen

Die Stiftung hat eine Broschüre über Inklusion an Gesamtschulen in NRW herausgegeben. Damit will sie Lehrkräfte und Schulen dazu ermutigen, Inklusion als Recht jedes Kindes auf gemeinsames Lernen zum Ziel ihres Unterrichts- und Schulentwicklungsprozesses zu machen. Weiterlesen »

Kampagne der Landesschüler_innen-Vertretung

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 Die Landesschüler_innen-Vertretung NRW hat eine Kampagne mit dem Titel "Wir sind mehr Wert! - Kostenlose Bildung für alle" gestartet. Forderungen der LSV sind  eine flächendeckende und nachhaltig höhere Investition in Schulen,  die Beseitigung des (strukturell bedingten) Lehrermangels, großangelegte Sanierungen und die Beseitigung baulicher Mängel auf Schulhöfen, in Turnhallen, Aulas und Schulgebäuden. Weiterlesen »

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